Übersetzernetzwerk AGB

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Mit der Auftragserteilung erkennen Sie diese AGB an.
Stand Januar 2009

1. Geltungsbereich
(1) Diese Auftragsbedingungen gelten für Verträge zwischen dem Übersetzer (Auftragnehmer) und seinem Auftraggeber, soweit nicht etwas anderes
ausdrücklich vereinbart oder gesetzlich unabdingbar vorgeschrieben ist.
(2) Allgemeine Geschäftsbedingungen des Auftraggebers sind für den Übersetzer nur verbindlich, wenn er sie ausdrücklich anerkannt hat.

2. Umfang des Übersetzungsauftrags / Lieferung
(1) Die Übersetzung wird nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Berufsausübung sorgfältig und nach bestem Wissen und Gewissen ausgeführt. Der Auftraggeber erhält die vertraglich vereinbarte Ausfertigung der Übersetzung.
(2) Bei Lieferung der Übersetzung per Post verlängert sich die im Angebot angegebene Lieferfrist um die Dauer der Zustellung.

3. Mitwirkungs‐ und Aufklärungspflicht des Auftraggebers
(1) Der Auftraggeber hat den Übersetzer rechtzeitig über gewünschte Ausführungsformen der Übersetzung zu unterrichten
(Verwendungszweck, Lieferung auf Datenträgern, Anzahl der Ausfertigungen, Druckreife, äußere Form der Übersetzung etc.). Ist die
Übersetzung für den Druck bestimmt, überlässt der Auftraggeber dem Übersetzer einen Korrekturabzug rechtzeitig vor Drucklegung,
sodass der Übersetzer eventuelle Fehler beseitigen kann. Namen und Zahlen sind vom Auftraggeber zu überprüfen.
(2) Informationen und Unterlagen, die zur Erstellung der Übersetzung notwendig sind, stellt der Auftraggeber dem Übersetzer bei Erteilung
des Auftrags zur Verfügung (Terminologie des Auftraggebers, Abbildungen, Zeichnungen, Tabellen, Abkürzungen, interne Begriffe etc.).
(3) Fehler und Verzögerungen, die sich aus der mangelnden oder verzögerten Lieferung von Informationsmaterial und Anweisungen
ergeben, gehen nicht zu Lasten des Übersetzers.
(4) Der Auftraggeber übernimmt die Haftung für die Rechte an einem Text und stellt sicher, dass eine Übersetzung angefertigt werden darf.
Von entsprechenden Ansprüchen Dritter stellt er den Übersetzer frei.

4. Rechte des Auftraggebers bei Mängeln
(1a.) Der Übersetzer behält sich das Recht auf Mängelbeseitigung vor. Der Auftraggeber hat zunächst nur Anspruch auf Beseitigung von
möglichen in der Übersetzung enthaltenen Mängeln. Mängel müssen innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Übersetzung schriftlich
gerügt werden. Geschieht dies nicht in der genannten Frist, gilt die Übersetzung als abgenommen.
(1b.) Die Fachübersetzer im Übersetzernetzwerk verpflichten sich zum einmaligen Korrekturlesen einer jeden angefertigten Übersetzung.
Diese Leistung ist im Übersetzungspreis inklusive, stellt jedoch nicht die Garantie für eine sogenannte "druckreife" Übersetzung dar. Sollte
dies jedoch erforderlich oder gewünscht sein, muss der Auftraggeber konkret darauf hinweisen und ggf. eine gesonderte
Korrektur/Lektorat in Auftrag geben. Diese ist dann mit zusätzlichen Kosten verbunden. Bei ausdrücklichen "Eilübersetzungen" entfällt
dieses einmalige Korrekturlesen aus Zeitgründen. Die Korrekturlesung ist hier vom Kunden vorzunehmen. Sämtliche Haftungsansprüche bei
"Eilübersetzungen" sind ausgeschlossen.
(2) Der Anspruch auf Mängelbeseitigung muss vom Auftraggeber unter genauer Angabe des Mangels geltend gemacht werden.
(3) Beseitigt der Übersetzer die geltend gemachten Mängel nicht innerhalb einer angemessenen Frist, so kann der Auftraggeber vom
Vertrag zurücktreten, ohne dass dem Auftraggeber Kosten entstehen. Die Mängelbeseitigung gilt als gescheitert, wenn auch nach
mehreren Nachbesserungsversuchen die Übersetzung weiterhin Mängel aufweist.
(4) Da das Übersetzernetzwerk ein Zusammenschluss freiberuflicher Übersetzer ist, ist jeweils der Übersetzer (oder die Übersetzerin) für
die Korrektheit der Übersetzung verantwortlich, der (oder die) die Übersetzung angefertigt hat. Bei festgestellten Mängeln, wird dem
Auftraggeber die Möglichkeit zur direkten Kontaktaufnahme mit dem Übersetzer (der Übersetzerin) eingeräumt.

5. Haftung
(1) Der Übersetzer haftet bei grober Fahrlässigkeit und Vorsatz. Nicht als grobe Fahrlässigkeit einzustufen sind Höhere Gewalt, Schäden, die
durch Computerausfälle und Übertragungsstörungen bei E‐Mail‐ Versendung oder durch Viren verursacht worden sind. Der Übersetzer
trifft durch Anti‐Virus‐Software hiergegen Vorkehrungen. Die Haftung bei leichter Fahrlässigkeit gilt ausschließlich im Falle der Verletzung
von Hauptpflichten.
(2) Der Anspruch des Auftraggebers gegen den Übersetzer auf Ersatz eines nach Nr. 5 (1) Satz 4 verursachten Schadens wird auf den in
Rechnung gestellten Wert der fraglichen Übersetzung begrenzt; im Einzelfall ist die ausdrückliche Vereinbarung eines anderen
Schadensersatzanspruchs möglich.
(3) Der Ausschluss oder die Begrenzung der Haftung nach Nr. 5 (1) und (2) gilt nicht für Schäden eines Verbrauchers aus der Verletzung des
Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
(4) Ansprüche des Auftraggebers gegen den Übersetzer wegen Mängeln der Übersetzung (§ 634a BGB) verjähren, sofern nicht Arglist
vorliegt, 14 Tage nach Erhalt der Übersetzung.
(5) Die Haftung für Mangelfolgeschäden ist entgegen § 634a BGB ausdrücklich ausgeschlossen. Hiervon bleibt § 202 Abs. 1 BGB unberührt. Die Haftung für möglicherweise entgangene Gewinne des Auftraggebers ist ausgeschlossen.
(6) Bei "beglaubigten Übersetzungen" gilt: diese werden stets nach bestem Wissen und Gewissen durchgeführt und angefertigt. Bei sprachlichen Differenzen zwischen Ausgangstext und Zieltext gilt im Zweifelsfall immer der Ausgangstext.
(7) Der Auftragnehmer (Übersetzer) haftet nicht dafür, dass die jeweilige Übersetzung für den Verwendungszweck des Auftraggebers zulässig und geeignet ist. Dies gilt insbesondere für den Fall, dass die Übersetzung veröffentlicht oder für Werbe- oder juristische Zwecke verwendet wird. Das rechtliche Risiko der Verwendungsfähigkeit oder Veröffentlichung trägt insofern allein der Auftraggeber.

6. Berufsgeheimnis
Der Übersetzer verpflichtet sich, Stillschweigen über alle Tatsachen zu bewahren, die ihm im Zusammenhang mit einer Tätigkeit für den
Auftraggeber bekannt werden.

7. Mitwirkung Dritter
(1) Der Übersetzer ist berechtigt, zur Ausführung des Auftrags Mitarbeiter oder fachkundige Dritte heranzuziehen.
(2) Bei Heranziehung von fachkundigen Dritten hat der Übersetzer dafür zu sorgen, dass sich diese zur Verschwiegenheit entsprechend Nr. 6. verpflichten.
(3) Kontakte zwischen dem Kunden und den von uns beauftragten Dritten bedürfen zwingend unserer Genehmigung.
(4) Unsere angestellten und freiberuflichen Mitarbeiter/innen dürfen bis zu vierundzwanzig Monate nach Abschluss des letzten Auftrags
des Kunden ohne unsere Genehmigung weder direkt noch indirekt angestellt, beschäftigt oder beauftragt werden. Auch darf ihnen weder
ein Angebot mündlich noch schriftlich oder in sonstiger Weise für eine solche Betätigung unterbreitet werden.
(5) Bei Untervergabe eines Auftrages gilt dieser als erteilt, sobald der angefragte Übersetzer das entsprechende Auftragsformular mit der
Bezeichnung "Übersetzungsauftrag" erhalten und dem Übersetzernetzwerk den Erhalt und die Annahme bestätigt hat.

8. Vergütung
(1) Die Rechnungen des Übersetzers sind fällig und zahlbar ohne Abzug innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum.
(2) Der Übersetzer hat neben dem vereinbarten Honorar Anspruch auf die Erstattung der tatsächlich angefallenen und mit dem
Auftraggeber abgestimmten Aufwendungen. In allen Fällen wird die Mehrwertsteuer, soweit gesetzlich notwendig, zusätzlich berechnet.
Der Übersetzer kann bei umfangreichen Übersetzungen einen angemessenen Vorschuss verlangen. Der Übersetzer kann mit dem
Auftraggeber vorher schriftlich vereinbaren, dass die Übergabe seiner Arbeit von der vorherigen Zahlung seines vollen Honorars abhängig
ist. Unsere Abrechnungseinheit (Zeile) besteht aus max. 50 Zeichen inkl. Leerzeichen.
(3) Ist die Höhe des Honorars nicht vereinbart, so ist eine nach Art und Schwierigkeit angemessene und übliche Vergütung geschuldet.
Diese unterschreitet die jeweils geltenden Sätze des Justizvergütungs‐ und ‐entschädigungsgesetzes (JVEG) nicht.

9. Eigentumsvorbehalt und Urheberrecht
(1) Die Übersetzung bleibt bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum des Übersetzers. Bis dahin hat der Auftraggeber kein Nutzungsrecht.
(2) Der Übersetzer behält sich ein etwa entstandenes Urheberrecht vor.
(3) Mit Unterzeichnung des Angebotes zur Auftragserteilung erkennen Sie diese AGB an, und erlauben dem "Übersetzernetzwerk", Sie bzw.
Ihre Firma / die Firma, für die Sie arbeiten / die Firma bei der Sie angestellt sind als Referenz anzugeben. Sei dies schriftlich, mündlich oder
auf unseren Internetseiten (auch unter Verwendung des Logos der Firma).

10. Rücktrittsrecht
Soweit die Erteilung des Übersetzungsauftrags darauf beruht, dass der Übersetzer die Anfertigung von Übersetzungen im Internet
angeboten hat, verzichtet der Auftraggeber auf sein möglicherweise bestehendes Widerrufsrecht für den Fall, dass der Übersetzer mit der
Übersetzungsarbeit begonnen und den Auftraggeber hiervon verständigt hat.

11. Anwendbares Recht
(1) Für den Auftrag und alle sich daraus ergebenden Ansprüche gilt deutsches Recht.
(2) Erfüllungsort ist der Wohnsitz des Übersetzers oder der Sitz seiner beruflichen Niederlassung.
(3) Gerichtsstand ist Mannheim.
(4) Die Vertragssprache ist Deutsch.

12. Salvatorische Klausel
Die Wirksamkeit dieser Auftragsbedingungen wird durch die Nichtigkeit oder Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen nicht berührt. Die
unwirksame Bestimmung ist durch eine gültige zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Ergebnis bzw. dem angestrebten Zweck möglichst
nahe kommt.

13. Änderungen und Ergänzungen
Änderungen und Ergänzungen dieser AGB sind nur gültig, wenn sie schriftlich vereinbart worden sind. Dies gilt auch für die Änderung des
Schriftformerfordernisses selbst.